FAQ – Inbetriebnahmen - Wartung - Instandsetzungen - Service

Vorwort:
Um unsere hohen Qualitätsanforderungen sicher zu stellen werden folgende Arbeiten einzig und alleine durch unsere festangestellten Servicetechniker durchgeführt:

·         Anschluss der Komponenten und Zentrale

·         Inbetriebnahme der Gaswarnanlage

·         Programmieren/Umprogrammieren der Gaswarnzentrale

·         Wartung der Gaswarnanlage

·         Instandsetzung der Gaswarnkomponenten

·         Systemkotrolle der Gaswarnanlage

 

Bauseits durchgeführt werden kann:

·         Kabelverlegung

·         Montage der Komponenten

·         Sichtkontrolle

 

- Können wir als Kälteanlagenbauer alle Servicearbeiten selber durchführen?

Wir haben in den letzten Jahren einiges an Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit dem sehr speziellen Bereich der Kälteanlagenbauer sammeln können. Daraus hat sich die Erkenntnis ergeben, dass es nicht zur Zufriedenheit beiträgt, wenn der Kälteanlagenbauer Servicearbeiten an KIMESSA-Gaswarnanlagen durchführt. Dies hat den Grund, dass man als Servicetechniker für Gaswarngeräte Erfahrungen in Elektrik, in Elektronik, in Programmierungen, in der Mess- und Regeltechnik und in Verfahrenstechnik sowie der Chemie benötigt. Unsere Servicetechniker benötigen eine Einarbeitungszeit von mindestens zwei vollen Jahren und können dies nur in der Gaswarnbranche erlernen. Deshalb wird sich ein Kälteanlagenbauer immer schwer tun mit der Thematik Gaswarntechnik. Dies wäre so als wenn wir uns an Kälteanlagen versuchen würden, weil wir Kenntnisse über die Kältemittel haben. Dies würde nur zu vielen Fragen und zu einer hohen Unzufriedenheit führen. Aus diesem Grund bleibt der Anschluss der Gaswarnanlage und Komponenten, die Inbetriebnahme und die spätere Wartung komplett in unserer Hand. Nur so können wir eine entsprechende Zufriedenheit gewährleisten.

 

- Warum muss eine Gaswarnanlage gewartet werden?

Aus mehreren Gründen. Der Hauptgrund sind die Sensoren welch in den Messstellen auch Transmitter genannt, eingebaut sind. Diese Sensoren arbeiten je nach Gasart mit verschiedenen Messprinzipen. Jedes Messprinzip wie Elektrochemisch oder Infrarot, weisen eine entsprechende unterschiedlich schnellen Drift (Nachlassen) der Messgenauigkeit, auf. Dieser Messungenauigkeit nimmt jeden Tag zu und wird immer größer. Bei z.B. Elektrochemische Sensoren geht dies schneller wie bei Infrarot Sensoren. Bis zu einem gewissen Grad befinden sich diese Messungenauigkeit noch in der normalen Toleranz, aber ab einem gewissen Zeitpunkt ist die Ungenauigkeit so groß, dass dies ein Sicherheitsrisiko darstellt, da die Gaswarnanlage sonst erst Alarm ausgeben würde, wenn die Konzentration bereits ein gefährliches Niveau erreicht hat, somit zu spät. Bei einer Wartung wird diese Messungenauigkeit/Drift korrigierte, sodass die Messgenauigkeit wieder hergestellt ist. Je öfter eine Wartung erfolgt, umso genauer ist die Messgenauigkeit. Ein weiterer Punkt ist die Zentrale und die entsprechenden Alarmierungsmittel und Relais. Hier ist es wichtig die Relais zu prüfen bzw. die Zentrale als solches, um sicher zu gehen dass im Alarmfall auch die Relais geschaltet werden. Es könnte sein, dass z.B. ein Relais festgeklebt ist und dann nicht schalten kann. Dies erkennt man aber nur im Zuge einer Wartung wenn dies auch geprüft wird. Aus diesem Grund ist eine Wartung unerlässlich für eine Gaswarnanlage. Wenn man keine Wartung durchführen möchte dann sollte man sich keine Gaswarnanlage zulegen, da dies sonst eine trügerischen und nicht vorhandene Sicherheit darstellt.

 

- Müssen Meldungen bzw. Alarmierungsmittel auch gewartet werden?

Nein. Aber geprüft. Es gibt nahezu keine Alarmierungsmittel welche einen Verschleiß, außer an den Blitzgeräten, aufweisen. Es gibt natürlich Anwendungen welche sehr Staub und Schmutzhaltig sind, wo eine Reinigung in regelmäßigen Abständen notwendig ist. Was aber natürlich jederzeit sein kann ist, dass ein Alarmierungsmittel technisch Defekt ist und nicht mehr reagiert. Dies muss natürlich im Zuge einer Wartung mit überprüft werden. Somit sind auch Alarmierungsmittel in eine Wartung, mindestens zur Systemkontrolle einmal im Jahr, aber besser bei jeder Wartung, mit einzubeziehen.

 

- Wie oft muss meine Gaswarnanlage gewartet werden?

Dies lässt sich nicht pauschal beantworten. In der Regel sollte bei einer Neuanlage alle 4 Wochen eine Kalibrierung durchgeführt werden, über einen Zeitraum von zwei Monaten, um dadurch den Drift bzw. die Abweichung der Messgenauigkeit feststellen zu können. Im Anschluss muss man sich mit verlängern oder verkürzen der Intervalle an ein passendes Intervall heran arbeiten. Hilfestellung dazu sollte auch die Gefährdungsbeurteilung geben. Im Allgemeinen empfehlen die Berufsgenossenschaften in den Informationen T021 und T023 eine Wartung (Funktionskontrolle) alle 4 Monate durchzuführen. Dies muss aber nicht zwingend passend sein, da die Umgebungsbedingungen, das Messprinzip und die Gasart erheblichen Einfluss darauf haben. So kann für einen Infrarotsensor ein Wartungsintervall von 12 Monaten passend sein und für einen Sensor mit sehr niedrigem Messbereich und elektrochemischen Messverfahren alle 3 Monate. Als Anhaltspunkt kann man sich an die Empfehlung der Berufsgenossenschaften halten und dann durch Erfahrungswerte eventuell die Wartungsintervalle verkürzen oder verlängern. Eine Verlängerung über 6 Monate hinaus (außer für Infrarot Sensoren) ist in der Regel nicht zu empfehlen.

 

- Was der Unterschied zwischen einer Funktionskontrolle und einer Wartung?

Damit ist das Gleiche gemeint. Die Informationsblätter der Berufsgenossenschaften, wie auch einige Normen, nennen eine umgangssprachliche Wartung „Funktionskontrolle“. Der Inhalt dieser Tätigkeiten „Funktionskontrolle“ entspricht der klassischen bekannten Wartung.

 

- Was ist mit einer Sichtkontrolle gemeint?

Zu einer Sichtkontrolle (durchzuführen einmal im Monat) gehört die Kontrolle aller Komponenten der Gaswarnanlage wie Messstellen, Zentrale und Meldungen auf mechanische Beschädigungen, Verschmutzungen und besonders alle einsehbaren Filter. An der Zentrale sollte geprüft werden, dass keine Messstelle eine Störung anzeigt oder erhöhte Werte knapp unter einem Alarm anzeigt. Mit entsprechender Schulung besteht auch die Möglichkeit mit entsprechendem Prüfgas, Ventil und Kalibieradapter die Messstellen auf Funktion zu überprüfen. Diese Prüfungen müssen entsprechend dokumentiert werden und sollten von einer unterwiesenen Person durchgeführt werden. Gerne schulen wir Sie entsprechend damit Sie dieser Sichtkontrolle selber nachkommen können.

 

- Was ist der Unterschied zwischen einer Wartung und einer Systemkontrolle?

Eine Wartung besteht aus der Kontrolle der Messstellen mittels Prüfgas und Justierung der Sensorungenauigkeit sowie der Kontrolle der Gaswarnzentrale, vereinfacht zusammen gefasst. Eine Systemkontrolle ist die Kontrolle des gesamten Gaswarnsystems inklusive alle Meldungen und Schaltungen. Hierbei wird somit das ganze System geprüft ob im Alarmfall auch alles so funktioniert und geschalteten wird wie es sein soll. Dies ist eine ganz wichtige Prüfung welche mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden sollte.

 

- Was kann ich selber durchführen?

Sie selber können in jedem Fall eine Sichtkontrolle durchführen. Um dies mit Aufzeichnungen gemäß den Vorgaben der Berufsgenossenschaften durchführen zu können, sollten Sie sich jedoch schulen lassen. Für alle weiteren Prüfungstätigkeiten benötigen Sie entsprechende Qualifikationen und Schulungen. Wenn Sie diese haben oder erwerben möchten, dann ist dies unter gewissen Umständen für eingeschränkte Produkte und Tätigkeiten möglich.

 

- Wer darf Wartungen durchführen?

Man muss bei einer Wartung zwischen der reinen Wartung und der Wartung mit Instandsetzung unterscheiden. Eine reine Wartung darf durchführen wer sogenanntes qualifiziertes Fachpersonal ist, also über die entsprechenden Kenntnisse und Schilungen verfügt. Dies wäre also für jeden Gaswarngeräte-Händler möglich. Scheitert aber an der Realität, da für jede Gaswarnzentrale Software, Schnittstelle, Zugangscodes, besondere Durchflussventile und Prüfadapter benötigt werden. Eine Wartung mit Instandsetzung sowie eine Systemkontrolle, darf jedoch nur von befähigten Personen (früher Sachkundiger genannt) durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass die durchführende Person eine Person „vom Fach“ und zusätzlich alle zwei Jahre vom Hersteller geschult sein muss. Dies sollte man sich zwingend schriftlich nachweisen lassen, wenn die beauftragte Firma bzw. Person nicht der/vom Hersteller ist. Eine Instandsetzung beginnt ab dem Zeitpunkt sowie Teile an der Gaswarnanlage wie z.B. Sensoren ausgetauscht werden müssen, womit bei jeder Wartung zu rechnen ist.

 

- Kann meine Hausmeister oder mein Händler die Wartung selber durchführen?

Ein ganz klares NEIN. Natürlich behaupten immer wieder Händler, Hausmeister usw. dass sie dies könnten und dürften, aber in unsere Fällen, wenn es um KIMESSA-Gaswarnanlagen geht, ist dies definitiv nicht der Fall. Wir von KIMESSA haben sehr hohe Ansprüche an das Thema Qualität unserer Arbeiten, an die Dokumentation und Professionalität. Diese Anforderungen sind mit externen Personen und Händlern nicht umsetzbar bzw. zu gewährleisten. Erkennen können Sie dies an unseren Fachkenntnissen wie z.B. das jeder unserer Servicetechniker eine „Fachkraft für Explosionsschutz“ ist und unser Serviceleiter zusätzlich eine Fachkraft für Arbeitssicherheit. Wir arbeiten unter Beachtung aller gültigen Normen und Regelwerken nach bestem Wissen und Gewissen. Genau dies alles werden Sie bei vielen Anbietern am Markt so nicht antreffen und deshalb führen wir von KIMESSA jeglichen Service an KIMESSA-Gaswarnanlagen ausschließlich selber durch. Das Thema Anforderungen können Sie bei den Berufsgenossenschaften unter T021 und T023 in Kapitel 9 und 13 entsprechend nachlesen.

 

- Muss ich mich nicht viel zu lange an einen Vertrag binden? 

Bei KIMESSA nicht. Unsere Wartungsverträge haben eine Laufzeit von einem Jahr und können somit jedes Jahr gekündigt werden. Allerdings akzeptieren wir jeden wichtigen Grund wenn jemand den Vertrag bereden möchte. Somit ist es möglich nach jeder Wartung den Wartungsvertrag zu kündigen. Es besteht somit keine wirkliche lange Vertragsbindung. Wir benötigen den Vertrag um unsere Wartungen über das Jahr verteilt planen zu können, deshalb hat der Vertrag überhaupt eine Laufzeit.

 

- Was ist sinnvoller ein Wartungsvertrag oder eine einzelne Wartung? 

Dies kommt generell darauf an was für Ihren internen Ablauf geeigneter ist. In der Regel hat eine einzelne Wartung den Nachteil, dass diese dann extra eingeplant werden muss und der Servicetechniker dann gezielt zu Ihnen kommen muss. Dies verursacht natürlich höhere Kosten. Zum zweiten gibt es Prüfgase welche sich nicht länger wie sechs Monate lagern lassen. Dies führt dann dazu, dass diese auch immer nur so nach bestellt werden wie entsprechende Wartungen oder Inbetriebnahmen vorliegen. Wenn Sie also ungeplant eine einzelne Wartung beauftragen kann es auch passieren, dass das entsprechend Prüfags gerade nicht verfügbar ist. Gaslieferung von hochreaktiven Gasen können durchaus schon sechs Wochen an Lieferzeit mit sich bringen. Dies verzögert Ihre Wartung dann unter Umständen erheblich. Mit einem Wartungsvertrag kann dies entsprechend lange im Voraus geplant werden. Es können Touren gebildet werden und das Prüfgas ist vorhanden. Dies spart Geld und Verzögerung.

 

- Mein Händler bzw. Partnerfirma bietet mir auch die Wartung Ihrer Gaswarnanlage an, kann dies sein? 

Nein. Eine andere Firma wie KIMESSA GmbH oder AG kann Ihnen lediglich die sogenannte Sichtkontrolle anbieten. Dies bedeutet, Sie bekommen offiziell eine Wartung angeboten, aber da andere Firmen aber weder die Software, Schnittstelle noch den Key-Code zur Zentrale haben, können diese somit auch keine Wartung oder Funktionskontrolle gemäß der T021/T023 an einer KIMESSA-Gaswarnanlage durchführen. Identisch verhält es sich mit der Gasaufgabe. Hierzu wird bei KIMESSA ein ganz spezielles Ventil benötigt, da wir mit einem völlig anderen Durchfluss wie die Marktbegleiter arbeiten. Natürlich wird auch der passenden Kalibrieradapter benötigt. Da dies andere Firmen nicht besitzen, können diese in keinem Fall eine entsprechende Wartung an einer KIMESSA-Gaswarnanlage durchführen. Wer Ihnen derartiges anbietet oder verkauft, versucht Sie zu betrügen. Da Sie der Betreiber der Gaswarnanlage sind sollten Sie sich entsprechend Befähigungs- und Zertifikatsnachweise zeigen lassen, da im Falle eines Unfalls durch eine unzureichende Wartung Sie selber mit in der Haftung stehen, wenn Sie dies nicht geprüft haben. Dies gilt aber generell für jeden Hersteller, da wir selber auch keine Wartung an Gaswarnanlagen anderer Hersteller anbieten.

 

- Sie bieten mehrere Wartungsvarianten an, warum? 

Dies hat den Grund, dass jeder Kunde oder Anwender einen anderen Bedarf und auch andere Preisvorstellungen hat. Damit wir im freien Markt mit den Marktbegleitern verglichen werden können, bieten wir natürlich auch die Standardwartung entsprechend an. Zu dieser Standard-Variante gehört aber kein Notdienst, keine Systemkontrolle und jedes Mal wenn wir zwischen den Wartungen kommen müssen wird es auch berechnet. Zahlreiche Kunden haben jedoch den Bedarf an der jährlichen Systemkontrolle oder auch im Notfall außerhalb der normalen Geschäftszeiten Hilfe zu benötigen. Bei manchen Anwendungen sind auch weitere Vor-Ort-Termine wegen Probleme zwischen den Wartungszyklen notwendig, was man gerne Kalkulatorisch eingrenzen möchte. Wiederum wollen andere Anwender einen festen Preis für das Thema Gaswarnanlage haben und nicht nach jeder Wartung mit anderen Preisen konfrontiert sein, weil der Sensor oder ein anderes Teil wegen Verschleiß erneuert werden musste. Hierzu haben wir natürlich auch die passende Variante womit alles an Kosten abgedeckt ist. Und zuletzt gibt es Kunden welche kein Budge für einen Kauf haben. Dies gibt es oft bei großen Firmen. Hier wird die Gaswarnanlage nicht gekauft sondern gegen einen monatlichen Preis wird die gesamte Anlage nebst aller Kosten für Wartung und Verschleiß zur Verfügung gestellt. Sie sehen, wir versuchen damit jedem Kunden eine passende Lösung anzubieten.

 

- Kann Gaswarntechnik verschickt werden?

Generell kann Gaswarntechnik verschickt werden. Allerdings sollte dies immer nur gemacht werden wo es nicht anders möglich ist, da unsere Gaswarnzentralen, durch die Größe, schnell beim Transport beschädigt werden können. Wenn eine Notstromversorgung in der Zentrale verbaut ist, dann raten wir von einem Versand dringend ab. Durch den meist schweren Akku der Notstromversorgung, welcher sich beim Versand lösen könnte, würde dann die ganze Zentrale von Innen zerstört werden.
Ganz Wichtig: Wir versenden ausschließlich per Paketdienst. Es ist nicht sinnvoll, und wird von uns abgelehnt, Pakete zu versenden, wo der Empfänger eine Baustelle ist. Die Pakete werden dann dort irgendwo abgegeben und sind dann weg. Aus diesem Grund versenden wir nur an normale Firmenadressen wo auch jemand das Paket zu normalen Bürozeiten in Empfang nehmen kann bzw. wird. Deshalb empfehlen wir die Lieferung an die Firmenadresse zu richten und das Paket dann selber mit auf die Baustelle zu nehmen.
Hinweis: Womit wir immer wieder Probleme haben ist das auspacken unserer Zentralen. Wir verpacken diese sehr sicher in Luftpolsterfolie (wegen der Größe). Beim Auspacken verwenden viele Cuttermesser und scheiden die Folie auf, statt diese so abzuwickeln wie diese eingepackt wurde. Durch das Cuttermesser/Aufschneiden wird regelmäßig in die Blende der Zentrale geschnitten.