FAQ - Meldungen

 

- Was verstehen Sie unter Meldungen?

Darunter verstehen wir alle elektrischen Betriebsmittel, die einen vorhandenen Alarm darstellen oder weitergeben. Es gibt optische Meldungen, wie zum Beispiel Blitzleuchten, Ampeln, Blinkleuchtfelder oder LED-Transparente. Genauso gibt es akustische Meldungen, wie Hupen, Hörner, Summer. Eine weitere Gruppe sind Wählgeräte, die Alarme weitergeben. Natürlich gibt es diese Meldungen auch als optisch-akustische Kombinationen in einem Gerät. Hier ist darauf zu achten, dass diese getrennt ansteuerbar sind.

 

- Warum bieten Sie Meldungen nicht einzeln an?

Unser Lieferprogramm umfasst einige tausende verschiedene Meldungen. Einen Teil davon produzieren wir selber und den Rest kaufen wir entsprechend bei den Herstellern der Meldungen zu. Alle Produkte, egal ob eigene Fertigung oder Zukauf, sind auf unsere Produkte, somit auf unsere Gaswarnzentralen, abgestimmt. Dies bedeutet, dass wir nicht beurteilen und gewährleisten können, dass diese auch an anderen Steuerungen funktionieren werden. Ein Beispiel dazu: Meldungen wie Transparente, Blitzleuchten oder Blinkleuchtfelder sollen im Alarmfall blinken. Wir fertigen Meldungen welche aber angeschlossen ein reines Dauerlicht liefern. Wenn diese nun an unseren Gaswarnzentralen angeschlossen werden, dann können wir einstellen ob diese Blinken oder dauerhaft Leuchten sollen. Dies können wir jedoch mit fremden Steuerungen nicht gewährleisten.
Da es von dieser Art an möglichen Fehlerquellen sehr viele gibt und wir schon einiges an Unstimmigkeiten dazu erlebt haben, verkaufen wir Meldungen mit unseren Gaswarnanlagen zusammen oder als Nachkaufprodukt für KIMESSA Gaswarnanlagen. Dann wissen wir in jedem Fall, dass die Meldungen auch so funktionieren wie es sein soll.

 

- Welche Meldungen sind vorzusehen oder vorgeschrieben?

Richtig vorgeschrieben ist lediglich, dass die Mitarbeiter bei Gefahr entsprechend zu warnen sind. Nähere Infos dazu finden Sie in T01, T023 und T055 der Berufsgenossenschaften. Generell ist der Einsatz der Meldungen von den örtlichen Gegebenheiten und Anforderungen abhängig. So lassen sich zum Beispiel Labore nicht mit der Fertigung in einer Industriehalle vergleichen. Es gibt jedoch auch Standards, die sich als sinnvoll erwiesen haben. Man stattet, soweit möglich, jeden Zugang zu einem Gefahren- und Überwachungsbereich mit einer optischen Meldung, sprich mit Blitzleuchte, LED-Transparent oder Blinkleuchtfeld aus und alarmiert hier schon ab dem niedrigen Alarm. Bitte daran denken, dass die Mitarbeiter auch wissen müssen, was es zu bedeuten hat. Im Gefahrenbereich alarmiert man sowohl den niedrigen Alarm (Voralarm) optisch mittels Blitzleuchte oder Ähnlichem wie auch dann den hohen Alarm (Hauptalarm) akustisch. Die Hupe/Horn oder der Summer sollte dabei so laut sein, dass diese/r etwaige Geräusche im Bereich übertönen kann und am besten auch vor den Zugängen zu hören ist. Eventuell muss man bei lauten Umgebungen mehrere akustische Signale einsetzen. So wird jeder gewarnt, der den Bereich betritt sowie alle, die sich in dem Bereich befinden. Dies ist aber nur eine Möglichkeit es zu realisieren, daneben gibt es viele weitere Varianten.

 

- Worauf muss ich bei der Auswahl an Meldungen achten?

Auf die Anwendung und die örtlichen Gegebenheiten sowie auf Einflüsse. Es muss also geprüft werden, ob eine Ex-Zone vorliegt, wie hoch Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind und welche Schutzklasse in Bezug auf Wasser notwendig ist. Ansonsten spielt das Thema der Grundlautstärke im Raum noch eine große Rolle. Nun können Sie anhand dieser Erkenntnisse die dazu passenden Meldungen heraussuchen bzw. auswählen.

 

- Wie viele Warnschilder muss ich in einer Tiefgarage vorsehen?

Die VDI 2053 mit Stand Januar 2004 gibt in Absatz 5.5 vor, dass eine Warnblinkleuchte je 500 m2 Garagenfläche vorzusehen und diese im Bereich der Hauptfahrwege anzubringen ist. 

 

- Sie bieten Piktogramm-Schilder an, sollten es nicht Text-Schilder sein?

Nach den gültigen Länderbauverordnungen soll die optische Warnung bei einem Aufleuchten der Schilder die Garagennutzer zum Abstellen des Motors und zum Verlassen der Garage auffordern. Bisher war in der VDI Richtlinie 2053 dafür ein deutscher Text vorgegeben. In der überarbeiteten Ausgabe VDI 2053 Stand 2004 ist dieser Text bewusst nicht mehr angegeben. Aufgrund der Verständlichkeit von Piktogrammen für alle Sprachen nutzt man nach heutigem Stand der Technik im Tiefgaragenbereich Transparente mit Piktogrammen. Leider hat sich dies noch nicht bis zu jedem Planungsbüro herumgesprochen, da immer wieder und immer noch Schilder mit Texten in Ausschreibungen auftauchen, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen.