FAQ - Messstellen

 

- Verkaufen Sie Messstellen einzeln?

Unsere KIMESSA Qualitätsprodukte bestehen immer aus einer Zentrale bzw. Auswerteinheit und entsprechenden Messstellen bzw. Transmittern. Diese arbeiten zusammen und sind als Komplett-System entwickelt worden. Der Einsatz von Eizelteilen aus diesem System ist nicht zu empfehlen, da es dadurch zu Problemen kommen kann, welche bei der Entwicklung und Konstruktion nicht berücksichtigt wurden. Auch können wir keine Produkthaftung für solche „Misch- Zusammenstellungen“ übernehmen. Bei unseren BUS-Transmittern ist es ohnehin nicht möglich diese an anderen Auswerteeinheiten zu betreiben, da wir einen modifizierten CAN-Bus einsetzen. Aus diesem Grund verkaufen wir keine Messstellen einzeln ohne unsere Zentralen/Auswerteeinheit. Denn nur so können wir den hohen Qualitäts- und Funktionsstandard sicherstellen.

 

- Kann man bei Ihnen Sensoren/Messelemente kaufen?

Nein. Wir sind Hersteller von Gaswarntechnik aber kein Hersteller von Sensoren. Dies bedeutet auch wir kaufen die Sensoren bei entsprechenden Herstellern, um dadurch hochwertige Sensoren realisieren zu können. Es bedarf sehr viel Erfahrungen, ständiger weiter Entwicklungen und viel technischem Know-how Sensoren zu produzieren. Diese Investitionen lohnen sich nur bei sehr hohen Stückzahlen. Aus diesem Grund macht es keinen Sinn Sensoren selber zu produzieren, weshalb wir auch Sensoren nicht einzeln verkaufen.
Auch verkaufen wir diese nicht einzeln für unsere Produkte als Ersatzteil ohne Serviceinsatz durch uns. Da wir ausschließlich selber den Service an unseren Produkten durchführen, ist es nicht notwendig einzelne Ersatzsensoren an Kunden zu verkaufen, da nur wir diese wechseln können und auch sollten. Natürlich wird im Zuge eines verschlissenen Sensors der einzelne Sensor durch uns getauscht und dann auch nur der Sensor berechnet.

 

Wo genau muss ich Messstellen platzieren?

Dies ist eine schwierige Frage, die man in der Regel nicht pauschal beantworten kann. Es gibt ein paar Regelwerke, welche sich mit dieser Thematik beschäftigen, darunter die T055 der Berufsgenossenschaften.

Die Position einer Messstelle ist von der jeweilig zu überwachenden Gasart abhängig. Es gibt schwere Gasarten, wobei sich das „schwer“ auf das Verhältnis zur Luft bezieht, und es gibt leichtere Gasarten. In Werten gesprochen heißt „schwer“, dass das Gas ein Molgewicht von mehr als 28,84 g/mol hat. Hat es weniger, ist es "leichter".

Richtig schwierig wird es bei Gasen, die sich in der Nähe des 28,84 g/mol Gewichtes befinden und somit knapp schwerer oder knapp leichter als Luft sind. Hier kommt es auf die örtlichen Gegebenheiten, die Luftströmung und weitere Faktoren an und lässt sich nicht pauschal beantworten. Ansonsten gilt, dass bei schweren Gasen die Messstellen Richtung Boden ca. 10-20 cm darüber und bei leichteren Gasen an die Decke kommen.

 

Was ist bei der Auswahl von Messstellen zu beachten?

Generell zu beachten ist die Gasart, die man überwachen möchte. Dann ob eine Ex-Zone vorliegt oder nicht. Eine bestehende Gefährdungsbeurteilung. Wie groß der Raum bzw. der zu überwachende Bereich ist. Die Raumhöhe ist ein Thema, ebenso ob es sich überhaupt um einen Raum oder um einen Außenbereich handelt. Was immer einen Einfluss hat, sind Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck sowie mögliche Schwankungen dieser Werte. Man kann sagen, dass eine Auswahl der Messstellen immer von den örtlichen Gegebenheiten abhängig ist und eine professionelle Planung ohne Vor-Ort-Kenntnisse nicht wirklich zuverlässig und passend ist.

 

Welche Raumgröße kann eine Messstelle überwachen?

Dies lässt sich nicht pauschal beantworten, da auch hier die örtlichen Gegebenheiten großen Einfluss haben. Generell ist erst einmal zu klären, ob es ein normaler Raum ohne eine elektrische oder mechanische Lüftung ist. Wenn dem so ist, dann kann man ungefähr von einem Einzugsbereich von 5 Metern rund um die Messstelle herum ausgehen. In diesem Bereich gelangt das Gas an die Messstelle, insofern keine Fremdlüftung vorhanden ist. In Quadratmetern bedeutet dies, dass eine Messstelle ungefähr 25 Quadratmeter überwachen kann. Aber auch dies ist nur als Anhaltspunkt zu verstehen und im Einzelfall von den örtlichen Gegebenheiten abhängig.

 

Kann man Messstellen schützen?

Ja. Im Arbeitsalltag geht es oft „rau“ zu, die eine oder andere Messstelle wird schon mal in Mitleidenschaft gezogen, etwa weil jemand dagegen gefahren oder gestoßen ist. Hier sind zum Beispiel Edelstahl-Rammschutzbleche sehr nützlich Diese haben den Vorteil, dass sie nicht rosten und durch die Stärke von 4 mm extrem robust sind, so dass den Messstellen nichts passieren kann. Ganz wichtig ist immer, dass die Luft noch ungehindert an die Messstelle gelangen kann. Dies gewährleisten wir durch Langlöcher in der Front sowie einer Öffnung unten und oben. Ähnliche Schutzbleche haben wir auch für Wasser als Spritzschutz in Verbindung mit unseren speziellen PTFE-Filtern. Für viele „Probleme“ haben wir schon die passende Lösung als Zubehör.

 

Was mache ich, wenn in der Nähe eines möglichen Austrittsortes keine Befestigungsmöglichkeit für eine Messstelle vorhanden ist?

Dafür haben wir extra gefertigte Edelstahl-Bodenhalterungen. Diese werden auf dem Boden befestigt und an dem Halter wird dann senkrecht die Messstelle montiert (für schwere Gase). Der Bodenhalter ist aus 4 mm Edelstahl mit einem Tritt- und Knickschutz, so dass dieser nicht umgetreten oder abgeknickt werden kann. Für leichtere Gase muss die Messstelle an die Decke und damit entfällt auch die Fragestellung. Etwas schwierig sind die in etwa gleich schweren Gase wie Luft, denn hier muss man vor Ort nach Lösungen suchen.

 

- Wie viele Messstellen sind in einer Tiefgarage vorzusehen?

Dies ist in der VDI 2053 Stand Januar 2004 klar geregelt. Alle 400 m2 Garagenfläche ist eine CO-Messstelle vorzusehen und diese ist auf einer Höhe von 1,5 bis 1,8 m über dem Boden zu montieren. Die Berechnung der Fläche richtet sich aber nach der tatsächlichen Garagenfläche und nicht etwa der Geschossfläche.

 

- Muss in der Tiefgarage nur CO überwacht werden?

Gemäß der aktuellen Garagenverordnungen und der VDI 2053 muss bisher nur CO also Kohlenmonoxid überwacht werden. Bis heute nehmen die Regelwerke auf das mindestens genauso häufig auftretende NOx der Dieselfahrzeuge keinen Bezug. Ob sich dies noch ändert, lässt sich nicht beurteilen. Dies würde aber aufgrund der vielen Dieselfahrzeuge Sinn machen, denn was bringt eine Überwachung auf CO, wenn in der Tiefgarage dann vorwiegend Dieselfahrzeuge geparkt sind, auf die die CO-Messstelle nicht reagiert? Wenn es bei der Tiefgaragen-Gaswarnanlage um die Sicherheit und nicht nur um das Erfüllen von Regelwerken geht, dann ist es ratsam, sowohl CO- als auch NOx-Konzentrationen zu überwachen.

 

- Wo finde ich NOx Messstellen?

Sensoren für NOx gibt es nicht. NOx ist ein Gemisch aus NO und NO2. Wenn man es genau nehmen möchte, dann müsste man beide Gasarten überwachen. Da dies aber in der Regel zu teuer wird, hat man sich irgendwann dafür entschieden, die "gefährlichere" Gasart von beiden zu überwachen und dies ist NO2. Aus diesem Grund findet man keine NOx Messstellen, sondern lediglich NO2.