FAQ - Zentralen

 

- Wie viele Messstellen können an eine Zentrale angeschlossen werden?

Dies kommt auf die jeweilige Zentrale an. Wir können Ihnen Auswerteeinheiten bzw. Zentralen mit 2-/4-/8-/32 Messkanälen anbieten.

 

- Was ist der Unterschied zwischen einer Zentrale und einer Auswerteeinheit?

Die beiden Begriffe beschreiben dasselbe Gerät, somit ist damit das Gleiche gemeint: ein Empfangsgerät, welches die Messsignale empfängt, auswertet und bei Über- und Unterschreitung entsprechende Relais schaltet.

 

- Wo muss eine Zentrale montiert werden?

Eine Zentrale sollte an einem trockenen Ort montiert werden, wo möglichst keine kondensierende Luftfeuchtigkeit vorliegt sowie der Temperaturbereich von 0 bis 50 Grad nicht über- oder unterschritten wird. Des Weiteren sollte an dem Montageort eine 230 V Zuleitung mit eigener Absicherung vorhanden sein. Je näher die Zentrale bei den Messstellen montiert wird, desto kürzer ist der Kabelweg und etwaige Störungseinflüsse auf die Kabel. Natürlich darf eine Zentrale nicht in Ex-Zonen montiert werden.

 

- Kann die Zentrale im selben Raum wie die Messstellen montiert werden?

Man sollte keine Zentrale bzw. Auswerteeinheit im selben Raum wie die Messstellen montieren. Im Überwachungs- oder Gefahrenbereich wäre dies nicht sicherheitsgerichtet, da bei einem Gasalarm der erste Weg zur Zentrale führt, um sich einen Überblick zu verschaffen und etwaige Alarme zu quittieren. Dazu müsste man dann den Gefahrenbereich betreten und sich selber in Gefahr begeben, was nicht sinnvoll und sicherheitsgerichtet wäre.

 

- Was ist der Unterschied zwischen analog und BUS?

Bei einer analogen Zentrale muss jede Messstelle mit einem eigenen Kabel von der Zentrale zur Messstelle angeschlossen werden. Bei einer BUS-Anlage geht ein Kabel von der Zentrale zur ersten Messstelle, von dort weiter zur zweiten Messstelle usw. Nach der letzten Messstelle wird ein Abschlusswiderstand geschaltet und das Kabel wird wieder zurück zur Zentrale geführt. Dies wäre durch die CAN-BUS-Technik nicht notwendig, wird aber von uns empfohlen, um etwaige Störungen und Ausfälle zu vermeiden.

 

- Wie lang dürfen die Kabel von der Zentrale zur Messstelle sein?

Bei analoger Verkabelung kommt man hierbei selten an die Grenze von 1000 Metern, jedoch sollte man bei BUS-Technik beachten, dass pro Linie (von der Zentrale ausgehend bis wieder zurück) die 1.000 Meter nicht überschritten werden sollten. Hier können je nach Zentrale aber bis zu 10 Linien verwaltet werden, was auch bei BUS-Technik lange Kabelwege ohne Repeater (Verstärkung) möglich macht. Der Hintergrund für die Kabellängen ist, dass alle Messstellen mit 24 DC versorgt werden. Je länger der Kabelweg, desto weniger von den 24 V DC kommen dann auch bei der Messstelle an. Wenn ein gewisser Mindestwert unterschritten wird (auch nur zeitweise), kommt es zu einer Störungsmeldung bzw. zum Ausfall der Überwachung. Dieser “Spannungsverlust” ist nicht nur von der Kabellänge, sondern auch vom Kabelquerschnitt abhängig.

 

- Welche Befestigungsmöglichkeiten für Zentralen gibt es?

Wir bieten unsere Auswerteeinheiten in drei verschiedenen Varianten an. Zu den beiden gängigsten gehört das alt bewährte Wandaufbaugehäuse, welches man mittels Schrauben direkt auf der Wand befestigen kann. Die zweite Variante ist eine Schalttafeleinbau-Ausführung, was bedeutet, dass man diese in ein vorgegebenes Loch in einer Schaltschranktür oder Möbelblende usw. einbauen kann. Eine dritte Variante ist die Hutschienenmontage, welche aber nur noch selten zum Einsatz kommt.

 

- Was kann ich mit einer Zentrale alles schalten?

Unsere Zentralen verfügen alle über eine gewisse Anzahl an potenzialfreien und einzeln abgesicherten Relais. Diese Anzahl kann durch zusätzliche Relais-Erweiterungsmodule noch erhöht werden. Alle unsere Relais können frei als Öffner oder Schließer programmiert werden, was damit die meisten Anwendungen abdeckt. Es können über diese Relais verschiedene Arten von Meldungen wie Blitzleuchten, Hupen, Ampeln usw. geschaltet werden, aber auch Zubehöre wie zum Beispiel ein Wählgerät, um Ihnen im Alarmfall eine SMS zu schicken oder Sie anzurufen. An jedes Relais können auch andere vorhandene Systeme wie eine Brandmeldeanlage oder eine GLT angeschlossen werden.

 

- Welche weiteren Anbindungsmöglichkeiten bieten Sie?

Alle unsere Anlagen können neben den potenzialfreien Relais auch mit BUS-Konvertern ausgestattet werden, um darüber die Signale entsprechend auf ein Prozessleitsystem weiterzugeben oder mit einer externen Steuerung zu kommunizieren.

 

- Können Sie auch Messwerte und Daten extern darstellen und aufzeichnen?

Ja, auf verschiedenen Wegen. Die eine Möglichkeit ist, per Webserver alle Messdaten auf einem PC zu visualisieren und aufzuzeichnen. Eine weitere ist das Touch-Panel, um darüber Alarme oder Messwerte darzustellen, ebenfalls mit Datenaufzeichnung auf einer Speicherkarte, sowie unser externes Display, welches abgesetzt zum Beispiel bei einem Pförtner platziert werden kann.

 

- Wie viele Alarmschwellen muss man vorsehen?

Gemäß den Berufsgenossenschaftlichen Informationen T021 und T023 sowie T055 sollten 2 Alarmschwellen vorgesehen werden. Dazu gibt es einen Voralarm, welcher meistens optisch (z. B. Blitzleuchte oder Schild) dargestellt wird und bei Unterschreiten der Alarmschwelle von alleine wieder erlischt, sowie einen sogenannten Hauptalarm, welcher optisch und akustisch (Hupe bzw. Sirene) dargestellt wird, aber nur durch eine Quittierung des Alarms (nach der Unterschreitung der Alarmschwelle) wieder verstummt.

 

- Welcher Wert muss als Alarmschwelle vorgesehen werden?

Die Höhe der Alarmschwellen sieht so aus, dass diese bei brennbaren Gasen zwischen 10 und 40 % UEG, sprich bei 10 und 30 oder bei 20 und 40 % UEG als Beispiel eingestellt wird. Für toxische Gase gilt die Faustformel Voralarm bei dem AGW-Wert und Hauptalarm beim doppelten AGW-Wert. Dies ist aber so nicht immer umsetzbar und bedarf somit einer Beurteilung von Gasart zu Gasart.