Generelle Kurz-Informationen der Regelwerke

Alle hier folgenden kurzen Informationen beruhen auf den Berufsgenossenschaftlichen Informationsheften T021, T023 und T055 und stellen keine Meinung oder Beurteilung von uns dar.

Wissensstand 2016

Planung und Auslegung stationärer Gaswarnanlagen

Gaswarneinrichtungen dürfen nur durch Fachkundige (gemäß T021/T023 Abschnitt 13.4) ausgelegt werden. Die Empfehlungen der DIN Normen wie die Angaben der Betriebsanleitung des Herstellers sind zu beachten.

 

Inbetriebnahme

Gemäß T021 und T023 ist eine Inbetriebnahme nach der Installation durch eine befähigte Person durchzuführen. Der Umfang muss einer Systemkontrolle entsprechen und das Ergebnis muß schriftlich protokolliert werden.

 

Betriebsanweisung

Der Betreiber der Gaswarnanlage muss eine entsprechende Betriebsanweisung erstellen, welche klar definiert, was im Alarmfall zu tun ist, sowie weitere wichtige Informationen (siehe T021/T023).

 

Instandsetzung

Instandsetzungen dürfen nur mit originalen Ersatzteilen des Herstellers durchgeführt werden. Im Unterschied zur Instandhaltung ist bei der Instandsetzung eine entsprechende Fachkunde notwendig, welche beim Hersteller zu erlangen ist. Der Ausführende bzw. der Unternehmer ist für eine ordnungsgemäße Instandsetzung und Funktion verantwortlich.

 

Wartungsintervalle stationärer Gaswarnanlagen

Für Gaswarnanlagen mit Messstellen in Ex-Bereichen:

1. Liegen ausreichende Erfahrungen über Zuverlässigkeit und Anzeigegenauigkeit der verwendeten Messverfahren und Gaswarneinrichtungen vor, können für eine Anwendung, bei der die gleichen Einsatz- und Umgebungsbedingungen vorliegen, die Kontrollfristen aufgrund dieser Erfahrungswerte festgelegt werden.

2. Liegen keine ausreichenden Erfahrungen über Zuverlässigkeit und Anzeigegenauigkeit der verwendeten Messverfahren und Gaswarneinrichtungen für die vorgesehene Anwendung vor, sind nach der Inbetriebnahme zunächst vier Funktionskontrollen in wöchentlichem Abstand durchzuführen. Wenn in diesen vier Wochen im Sinne von Abschnitt 9.2 nicht nachjustiert werden muss, sind drei weitere Funktionskontrollen im Abstand von jeweils vier Wochen erforderlich. Wenn bei diesen Funktionskontrollen nicht nachjustiert werden muss, kann auf das maximale Intervall aus der nachfolgenden Tabelle übergegangen werden.

3. Ist in den ersten sechzehn Wochen bereits eine Nachjustierung erforderlich, muss die Funktionskontrolle in kürzeren Zeitabständen erfolgen. Auf Basis der gewonnenen Erfahrungen müssen die Abstände dann so festgelegt werden, dass in aller Regel zwischen den Funktionskontrollen keine Beeinträchtigung mehr durch sonst unerkannte Fehler zu erwarten sind. Werden die Zeitabstände unvertretbar kurz, so ist zu überlegen, ob ein besser geeignetes Messverfahren gewählt werden kann.

Bei Änderung der Einsatz- oder Umgebungsbedingungen ist das Vorgehen gemäß Ziffer 2 erneut anzuwenden.

Bei Einsatz von Wärmetönungs-, Halbleiter- oder elektrochemischen Sensoren gilt: Kommt es während des Betriebes zu Messbereichsüberschreitungen, können sich Nullpunkt und Empfindlichkeit dauerhaft verändert haben. In diesem Fall ist die Gaswarneinrichtung bald darauf unabhängig vom regulären Intervall einer Funktionskontrolle zu unterziehen. Die Funktionskontrolle ist nach Ablauf etwa einer Woche zu wiederholen.

Zusammengefasst:

Funktionskontrolle 1-mal im Monat, Wartung alle 4 Monate, Systemkontrolle 1-mal pro Jahr

 

Für Gaswarnanlagen mit Messstellen für toxische Gase und Sauerstoff:

Die anzuwendenden Fristen werden folgendermaßen bestimmt:

1. Liegen ausreichende Erfahrungen über Zuverlässigkeit und Anzeigegenauigkeit der verwendeten Messverfahren und Gaswarneinrichtungen vor, können für eine Anwendung, bei der die gleichen Einsatz- und Umgebungsbedingungen vorliegen, die Kontrollfristen aufgrund dieser Erfahrungswerte festgelegt werden.

2. Liegen keine ausreichenden Erfahrungen über Zuverlässigkeit und Anzeigegenauigkeit der verwendeten Messverfahren und Gaswarneinrichtungen für die vorgesehene Anwendung vor, sind nach der Inbetriebnahme zunächst zwei Funktionskontrollen im Abstand von vier Wochen durchzuführen. Wenn dabei im Sinne von Abschnitt 9.2 nicht nachjustiert werden muss, sind weitere Funktionskontrollen im Abstand von jeweils drei Monaten erforderlich. Wenn bei den ersten beiden dieser Funktionskontrollen nicht nachjustiert werden muss, kann auf das maximale Intervall übergegangen werden.

3. Ist in den ersten acht Wochen bereits eine Nachjustierung erforderlich, muss die Funktionskontrolle in kürzeren Zeitabständen erfolgen. Auf Basis der gewonnenen Erfahrungen müssen die Abstände dann so festgelegt werden, dass in aller Regel zwischen den Funktionskontrollen keine Beeinträchtigung mehr durch sonst unerkannte Fehler zu erwarten ist. Werden die Zeitabstände unvertretbar kurz, so ist zu überlegen, ob ein besser geeignetes Messverfahren gewählt werden kann.

Bei Änderung der Einsatz- oder Umgebungsbedingungen ist das Vorgehen gemäß Ziffer 2 dieses Abschnitts erneut anzuwenden.

Kommt es während des Betriebes zu Messbereichsüberschreitungen, können sich Nullpunkt und Empfindlichkeit dauerhaft verändert haben. In diesem Fall ist die Gaswarneinrichtung bald darauf unabhängig vom regulären Intervall einer Funktionskontrolle zu unterziehen. Die Funktionskontrolle ist danach nach Ablauf etwa einer Woche zu wiederholen.

Zusammengefasst:

Funktionskontrolle 1-mal im Monat, Wartung alle 4 Monate, Systemkontrolle 1-mal pro Jahr

 

Quellen T 021, T 023 und T 055 der Berufsgenossenschaft BG RCI jeweils Ausgabe Stand April 2012 bzw. Februar 2016